Eine Schafsherde auf einer Wiese. Im Hintergrund Bäume.
© Tanner Yould/unsplash.com

Ziele in Kürze

  • Wir erhöhen die biologische Vielfalt im Pfälzerwald
  • Wir schaffen einen lebendigen Biotopverbund
  • Wir entwickeln Perpektiven für die Wanderschäferei
  • Wir bringen traditionelle Obstsorten zurück in die Region
  • Wir pflegen und entwickeln die historische Kulturlandschaft

Was wir erreichen wollen

Von neuen Hirtenwegen profitieren alle – Natur, Mensch und Klima. Gemeinsam mit unseren Partner:innen wollen wir unsere Heimat noch lebendiger und lebenswerter machen – für die Bevölkerung in der Region und alle, die den schönen Pfälzerwald besuchen wollen.

Mit Hilfe des chance.natur Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald" wollen wir die biologische Vielfalt des Pfälzerwalds erhöhen. Gleichzeitig entwickeln wir ein tragfähiges Modell, auf dessen Grundlage wir Offenland erhalten und entwickeln, um der Wanderschäferei eine Perspektive bieten zu können. Auch weitere Bewirtschaftungsformen wollen wir in das Projekt einbinden, wie zum Beispiel die Mischbeweidung mit Rindern.

Darüber hinaus wollen wir Streuobstwiesen und Trockenmauern erhalten und pflegen. Geplant ist außerdem, herkömmliche Bewirtschaftungsweisen zu reaktivieren, wie zum Beispiel das Bewässerungssystem der Buckelwiesen.

Insgesamt versuchen wir Mensch, Natur und Kultur miteinander in Einklang bringen.

Projektziele

Die Projektziele für das chance.natur Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wurden hieraus abgeleitet und wie folgt konkretisiert:

  • Erhöhung der biologischen Vielfalt im Pfälzerwald
  • Erarbeitung einer tragfähigen Lösung zum Erhalt und zur Entwicklung von Offenlandbiotopen sowie von langfristigen Perspektiven für die Wanderschäferei
  • Schaffung eines lebendigen Biotopverbunds entlang von Biokorridoren in Kooperation mit Wanderschäfer:innen
  • Entwicklung von Trittsteinlösungen, wie z. B. halboffene Weidesysteme durch Mischbeweidung
  • Pflege von Streuobstwiesen
  • Anpflanzung von alten Obstsorten
  • Durchführung von modellhaften Einzelprojekten zum Erhalt von Elementen der historischen Kulturlandschaft und ihrer Lebensgemeinschaften, wie z. B. die Pflege von Trockenmauern oder Revitalisierung von Schemelwiesen
  •  Durchführung von Maßnahmen für großflächigen Biotopverbund

Das Förderprogramm chance.natur hat grundsätzlich folgende Programmziele:

  • „Erhalt von Landschaften, die von ihrem Typ und ihrer Naturausstattung her bundesweit bedeutsam und schützenswert sind“
  • „Förderung herausragender großflächiger Gebiete, denen aus nationaler Sicht eine besondere Bedeutung für den Naturschutz zukommt“
  • „Die Auswahl der Naturschutzgroßprojekte erfolgt anhand der Kriterien „Repräsentanz“, „Großflächigkeit“, „Naturnähe“, „Gefährdung“ und „Beispielhaftigkeit“. Naturschutzgroßprojekte unterscheiden sich von anderen Naturschutzvorhaben insbesondere durch ihre Großflächigkeit und Komplexität. Ziel ist es, ein möglichst großflächiges Areal als Ganzes zu erhalten: einerseits, um besonders schützenswerten Tier- und Pflanzenarten genügend Lebensraum zu sichern. Andererseits trägt die Großflächigkeit auch dazu bei, negative Außeneinflüsse soweit wie möglich aus dem Kernbereich des Vorhabens fernzuhalten."

Hintergrundinformationen zur Förderung und zu den Zielen des chance.natur-Programms:

www.bfn.de/foerderung/naturschutzgrossprojekt.html

www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/foerderprogramme/chancenatur/